

2006
Im Vorfeld der neuen Pfarrei werden zwei Arbeitsgruppen installiert:
· ein Koordinationskreis Finanzen, Liegenschaften, Personal,
dem aus allen Gemeinden der Pfarrei die Pfarrer und jeweils ein
Mitglied des Kirchenvorstandes angehören;
· ferner ein Koordinationskreis Pastoral, dem paritätisch
aus allen Gemeinden die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden sowie gleich
viele hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dekanatskonferenz
angehören.
2006
Der Bischof teilt seine Entscheidung mit: bis Ende 2008 wird im
Bochumer Osten die Pfarrei Liebfrauen errichtet, zu der die sechs
territorialen Gemeinden St. Elisabeth, Hl. Geist, Herz Jesu, Liebfrauen,
St. Marien und St. Bonifatius sowie die zwei Personalgemeinden der
Italiener und Spanier gehören.
Die Kirchen St. Joseph, Fronleichnam und St. Thomas Morus werden
sog. „weitere Kirchen“, für die es keine Zuweisungen
aus Kirchensteuermitteln mehr gibt; St. Ludgerus wird sog. „Filialkirche“.
2005
Verbindlicher, aber nicht endgültiger Vorschlag des Bischofs:
die künftige Pfarrei „Bochum-Ost“ im Sinne einer
„Körperschaft öffentlichen Rechts“ soll aus
6 Gemeinden bestehen: St. Elisabeth Gerthe (mit St. Joseph Hiltrop),
Hl. Geist Harpen, Herz Jesu Werne, Liebfrauen Altenbochum (mit Fronleichnam
Laer), St. Marien Langendreer (mit St. Ludgerus Langendreer) und
St. Bonifatius Langendreer (mit St. Thomas Morus Langendreer). Pfarreiname
und Pfarrkirche: Liebfrauen.
2005
1. Die jeweiligen ökumenischen Arbeitskreise in Altenbochum
und Laer schließen sich zusammen
2. Erstmals wird ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat für Liebfrauen
und Fronleichnam gewählt.
2005
Bischof Dr. Felix Genn stellt das „Zukunftskonzept des Bistums
Essen“ vor:
1. Neuordnung der Diözesanebene: das Bischöfliche Generalvikariat
Essen wird umstrukturiert und in der Größe halbiert
2. Neuordnung der Stadtebene: sie wird umorganisiert, anders zugeordnet
und wesentlich wegfallen
3. Neuordnung der Pfarreiebene: nach Auflösung der jetzigen
werden rund 35 neue Großpfarreien neu gegründet als „Gemeinschaft
von Gemeinden“
4. Neuschaffung einer zentralen Trägergesellschaft für
alle Tageseinrichtungen für Kinder
Das Personal wird drastisch reduziert, und für rund 100 „weitere
Kirchen“ gibt es künftig keine Geldzuweisung mehr.
2003-2004
1. Verschiedenen Gruppen beider Gemeinden wie z.B. Frauengemeinschaft,
Caritas, Ministranten und Katholische Junge Gemeinde suchen nach
Formen einer engeren Zusammenarbeit
2. In einer gemeinsamen „Terminekonferenz“ wird die
Jahresplanung koordiniert
3. Die Gottesdienste werden den Bedürfnissen angepasst und
reduziert; die Liturgiepläne werden aufeinander abgestimmt
und die Zelebranten „roulieren“.
2002
Die Pfarrgemeinden Liebfrauen Altenbochum und Fronleichnam Laer
intensivieren ihre Kooperation:
1. Nach dem Weggang von Pfarrer Michel in Laer wird Pfarrer Janssen
von Altenbochum auch dort Pfarrer, Pastor Nentwig wird vicarius
cooperator für beide Gemeinden, die Gemeindereferentinnen Schürk
und Stegmann sind ebenfalls für beide Gemeinden zuständig
2. Die neuen Pfarrgemeinderäte beider
Gemeinden beschließen, gemeinsam zu tagen.
2002
Das Ergebnis des 1992 eingeleiteten Prozesses stellt sich so dar:
von 327 Pfarrgemeinden haben 66 zu 29 Pfarrgemeinden fusioniert,
so dass es heute bistumsweit 290 Gemeinden gibt;
108 Gemeinden werden sich in nächster Zeit zusammenschließen,
aus denen dann 42 neue entstehen werden;
74 Gemeinden gibt es bis heute, die als solche auf längere
Sicht noch von einem je „eigenen“ Pfarrer geleitet werden;
116 Pfarrgemeinden kooperieren schon jetzt oder künftig in
47 Pfarrverbünden.
2000-2002
Unter dem Thema „Zukünftige Gestalt der Kooperation der
Pfarrgemeinden“ werden die Kooperationseinheiten aufgefordert,
drei Möglichkeiten der Kooperation zu prüfen und dem Bischof
in einem Votum mitzuteilen.
1998-1999
Der Entwurf eines „Stellenplan 2006“ mit einer Hochrechnung
zur personellen Entwicklung im Bereich der pastoralen Berufsgruppen
bis zum Jahr 2006 sowie einer Übersicht über die Zuordnung
der Geistlichen und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
zu den Kooperationseinheiten wird den Gemeinden zur Überprüfung
zugesandt. Nach Rückmeldung und Korrektur wird die endgültige
Fassung festgesetzt.
1996-1997
Eine außerordentliche Dechantenkonferenz berät die Ergebnisse,
und nach dem abschließenden Votum der Gemeinden setzt der
Bischof die „Kooperationskarte für das Bistum Essen“
in Kraft.
1994-1995
Die Ergebnisse dieser Beratungen werden vom Bistum ausgewertet,
mit anderen notwendigen Überlegungen verbunden, koordiniert,
zu einer bistumsweiten „Kooperationskarte“ zusammengestellt
und vor Ort diskutiert.
1993-1994
Aufgrund von ersten Überlegungen entsteht die „Orientierungshilfe
zur Pastoralplanung in den Gemeinden des Bistums Essen“, die
Bischof Dr. Hubert Luthe zur Beratung an alle Gemeinden sendet.
1992
Fragen auf dem Hintergrund der personellen und finanziellen Möglichkeiten
1. wie kann das Wort Gottes glaubwürdig verkündet werden?
2. wie kann in erreichbarer Nähe regelmäßig Eucharistie
gefeiert werden?
3. wie können Sakramente gut vorbereitet gespendet werden?
4. wie können die vielfältigen caritativen Aufgaben wahrgenommen
werden?
5. wie kann christliche Gemeinschaft erfahren und gelebt werden?
eröffnen einen Entscheidungsprozeß zur Kooperation von
Pfarrgemeinden.
1958-1991
Die Situation verändert sich langsam, aber stetig:
1. das Bistum verliert fast ein Drittel der Gemeindemitglieder
2. die Zahl der Priester reduziert sich erheblich
3. die hohe Arbeitslosigkeit und die Steuerreform erschweren die
Finanzierung. |